Im Rahmen der Werkstatt-Tage öffnen die beiden Pilotanstalten ihre Ausbildungseinrichtungen …
… für Inhaberinnen und Inhaber sowie Ausbildungspersonal von Betrieben, die sich einen persönlichen Eindruck von der beruflichen Vorbereitung und Qualifizierung im Justizvollzug verschaffen möchten. In enger Zusammenarbeit mit den regionalen Handwerkskammern konnte die Initiative »Handwerk im Hafthaus« so ein Veranstaltungsformat etablieren, das die unverbindliche Möglichkeit für Betriebsinhaberinnen und -inhaber schafft, mit Gefangenen und Ausbildungspersonal ins Gespräch zu kommen. Aus diesen Gesprächen haben sich nachweislich konkrete Beschäftigungsverhältnisse für Inhaftierte nach ihrer Haftentlassung ergeben.
Unterstützer der Werkstatt-Tage ...
... sind die Handwerkskammer Aachen, die Handwerkskammer Dortmund, das Kolping-Werk, die regionalen Arbeitsagenturen, das Berufskolleg Geilenkirchen sowie der Westdeutsche Handwerkskammertag.
Rückblick auf die Werkstatt-Tage 2026
Auch im vierten Jahr folgten viele Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammern Dortmund und Aachen sowie aus benachbarten Kammerbezirken der Einladung zu den Werkstatt-Tagen 2026. So besuchten erneut über 20 Handwerksbetriebe die beiden Pilotanstalten, sodass seit der Premiere 2023 rund einhundert Betriebe die Gelegenheit nutzten, sich von der Qualität den beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der JVA Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - und der JVA Heinsberg persönlich zu überzeugen.




Der bewährte Ansatz ...
… Betriebe und Inhaftierte bereits während der Haftzeit zusammenzubringen, stieß erneut auf großes Interesse. Die Betriebe erkundigten sich bei den Handwerksmeistern, die die beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen in den Pilotanstalten leiten, nach den gelehrten Ausbildungsinhalten sowie ihrer Einschätzung, wie sie einzelne Inhaftierte in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können. Die Inhaftierten freuten sich über die Wertschätzung, die der Besuch für sie ausdrückt.
Gefangene stellten sich selbst und ihre Vorstellungen …
… von ihrer angestrebten, straffreien Zukunft vor. Zudem präsentierten einzelne Inhaftierte den Betrieben ihre aktuellen Projekte, etwa unter Einsatz von verschiedenen Wischtechniken gestaltete Wände, die sie als Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung zum Maler und Lackierer gestaltet haben.
Dass der Abbau von Vorurteilen eine Win-Win-Situation …
… für alle Beteiligten ist, unterstrichen die anwesenden Betriebe, die bereits in den vergangenen Jahren die Werkstatt-Tage besucht haben und im Nachgang Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse mit ehemaligen Inhaftierten abschlossen. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen möchten sie weiteren Gefangenen eine zweite Chance im Handwerk eröffnen und gleichzeitig motivierte Mitarbeiter mit guten fachlichen Voraussetzungen hinter Gittern finden.
Die Perspektive eines greifbaren Neuanfangs …
… eröffnete sich für einige Inhaftierte im Zuge ihrer Gespräche mit den Personalverantwortlichen der Betriebe, in denen sie bereits konkrete Beschäftigungsangebote nach ihrer Entlassung erhielten. Für die Ausgestaltung des weiteren Prozesses können diese Handwerksunternehmen auf die Unterstützungsmöglichkeiten der regional zuständigen Handwerkskammer, des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit sowie des Übergangsmanagements des Justizvollzugs, die bei Bedarf auch nach der Entlassung zur Verfügung stehen, zurückgreifen.
Betriebe haben weiterhin die Möglichkeit, die Aus- und Weiterbildlungseinrichtungen …
… nach individueller Terminabsprache zu besichtigen.
Die Kontaktinformationen der JVA Heinsberg sowie der JVA Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - können Interessierte hier einsehen >.
Zum ausführlichen Bericht über die Werkstatt-Tage in der JVA Heinsberg >
Berichterstattung über die Werkstatt-Tage 2026
Rückblick auf die Werkstatt-Tage 2025
Im April 2025 fanden zum dritten Mal die Werkstatt-Tage in der JVA Heinsberg und in der JVA Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - statt, zu denen die Handwerkskammern Aachen, Köln, Düsseldorf und Dortmund gemeinsam mit dem Ministerium der Justiz und dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) eingeladen hatten. 20 Vertreterinnen und Vertreter von Handwerksbetrieben nutzten die Gelegenheit ihres Besuches der beruflichen Ausbildungseinrichtungen in den Haftanstalten, um sich fachlich mit dem Ausbildungspersonal und den Inhaftierten auszutauschen.




Die Qualität der Ausbildung und konkrete berufliche Perspektiven ...
… für Inhaftierte nach ihrer Haftzeit standen im Mittelpunkt der Werkstatt-Tage. So boten einige Betriebe im Zuge des persönlichen Kennenlernens Gefangenen, die in Kürze entlassen werden, konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten an.
Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten für Betriebe …
… erhielten die Handwerkerinnen und Handwerker von anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Handwerkskammern, des Arbeitgeberservices der Agenturen für Arbeit sowie des sogenannten Übergangsmanagements des Justizvollzugs, das auch nach der Entlassung ehemaligen Inhaftierten und Betrieben zur Verfügung steht.
Die Arbeitnehmer-Vizepräsidenten zeigten sich beeindruckt …
… von der spürbaren Motivation der Gefangenen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Die persönlichen Gespräche mit Ausbildungsverantwortlichen, in denen diese teilweise konkrete Beschäftigungsangebote unterbreiteten, zeigen den Inhaftierten die Möglichkeit eines greifbaren Neuanfangs auf.
Der persönliche Austausch mit Handwerkerinnen und Handwerkern …
… im Zuge der Werkstatt-Tage wurde von den beteiligten Vollzugsanstalten als sehr wertvoll angesehen, um schon vor dem Entlassungstermin gut qualifizierte Gefangene mit passenden Betrieben zusammenzubringen und so einen möglichst nahtlosen Übergang in Beschäftigung zu unterstützen.
Besichtigungen der Ausbildungseinrichtungen …
… in den beiden Modellanstalten sind auch weiterhin nach individueller Terminabsprache möglich. Hier geht es zu den Kontaktinformationen der Justizvollzugsanstalten >.
Berichterstattung über die Werkstatt-Tage 2025
Rückblick auf die Werkstatt-Tage 2024
Im März 2024 fanden zum zweiten Mal die Werkstatt-Tage in der JVA Heinsberg und in der JVA Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - statt. Erneut besuchten mehr als 30 Handwerksbetriebe unterschiedlicher Gewerke die Anstalten, um sich vor Ort einen persönlichen Eindruck von den beruflichen Qualifizierungsangeboten für Inhaftierte zu verschaffen.


Gespräche mit Inhaftierten und Ausbildungspersonal ...
… gehörten ebenso zum Programm wie weitergehende Informationen und Diskussionen mit Ausbildungsberatenden der Handwerkskammern, Vertreterinnen und Vertretern der Agenturen für Arbeit und des Übergangsmanagements der Justiz.
Auch Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach nutzte die Werkstatt-Tage für einen Besuch …
… der JVA Heinsberg und fand Gelegenheit zum Austausch mit Justizpersonal, Gefangenen sowie den zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Handwerkskammern Aachen, Düsseldorf, Köln und Südwestfalen.
Viele Betriebsinhaberinnen und -inhaber bestätigten im Anschluss an ihren Besuch, …
… dass sie aus ihren Gesprächen mit den Gefangenen positive Eindrücke mitnehmen konnten. Darüber hinaus berichteten sie von teils sehr konkreten Vereinbarungen für weiterführende Gespräche, Praktika und ähnliche Anbahnungen von Beschäftigungsverhältnissen im Anschluss an die Inhaftierung.
Berichterstattung über die Werkstatt-Tage 2024
Quelle: WDR Lokalzeit aus Dortmund
Quelle: WDR Lokalzeit aus Dortmund
Quelle: DHB Kammerreport 03.2024
Rückblick auf die Werkstatt-Tage 2023
Unter dem Motto »Türen öffnen. Gemeinsam. Mit dem Handwerk.« fanden im April und Mai 2023 in den beiden Vollzugsanstalten Heinsberg und Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - die ersten sogenannten Werkstatt-Tage für Handwerksbetriebe statt.
Rund 30 Betriebe …
… aus den Bereichen Elektro, Bau, Metall, Maler und Lackierer, Gebäudereinigung, Schweißen, Dachdecker, Straßenbau, Tischler und Garten-/Landschaftsbau besuchten die Anstalten, besichtigten die Werkstätten der Vollzugsanstalten und vertieften sich in intensiven Gesprächen mit Inhaftierten und dem Ausbildungspersonal.
Der Zugewinn an Erkenntnissen …
… und Erfahrungen war sowohl bei den Handwerkerinnen und Handwerkern als auch bei den Gefangenen und den Justizbeschäftigten erheblich. So erfuhren die Personalverantwortlichen der Handwerksbetriebe aus erster Hand, wie die Ausbildung in den Vollzugsanstalten abläuft, welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten Inhaftierte in Anspruch nehmen können und welche vielfältigen Unterstützungsleistungen zur Anbahnung und Sicherung eines Beschäftigungsverhältnisses mit einem ehemaligen Inhaftierten zur Verfügung stehen. Anfängliche Berührungsängste – auch auf Seiten der Inhaftierten – verflüchtigten sich bereits nach kurzer Zeit und einige Betriebe nutzten die Gelegenheit, um erste Sondierungsgespräche mit Gefangenen zu führen.
Berichterstattung über die Werkstatt-Tage 2023
Quelle: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/
Veröffentlichung in Absprache mit dem Herausgeber
Quelle: WHKT Report 05/2023
Quelle: WHKT
Quelle: WHKT Report 03/2023
Individuelle Besichtigungen …
… der Ausbildungseinrichtungen in den Vollzugsanstalten sind für Betriebe nach vorheriger Anmeldung weiterhin möglich. Kontaktdaten der Ansprechpersonen in den Vollzugsanstalten: www.handwerk-im-hafthaus.de/kontakt


















