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Im Rahmen der Initiative »Handwerk im Hafthaus« …

… befassen sich das Ministerium der Justiz Nordrhein-Westfalen und der Westdeutsche Handwerkskammertag unter Beteiligung der nordrhein-westfälischen Handwerkskammern und der Justizvollzugsanstalten Bochum-Langendreer - Berufsförderungsstätte - und Heinsberg mit der Aufgabe, wie der Zugang von Haftentlassenen in den Arbeitsmarkt verbessert werden kann.

Den Anschluss an die Gesellschaft wiederzufinden ...

… ist für Menschen, die eine Haftzeit verbüßt haben, häufig eine sehr große Herausforderung. Obwohl viele Gefangene die Haftzeit dazu nutzen, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erwerben, bleibt ihnen der Zugang zu Ausbildung oder Arbeit verwehrt, da sie aufgrund ihrer Vorgeschichte keinen Zugang zu Betrieben finden.

Das Übergangsmanagement bietet eine große Palette …

… an Möglichkeiten, wie beispielsweise pädagogische und psychologische Unterstützung, aber auch eine fundierte berufliche Vorbereitung bis hin zur Berufsausbildung. Ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis bietet ein solides Fundament für den Einstieg in die Wiedereingliederung.

»Eine besondere Stärke unserer großen Handwerksfamilie …

… besteht darin, dass wir uns auch für diejenigen Menschen einsetzen, die sich am Rand unserer Gesellschaft befinden, wie beispielsweise Straftäter und ehemalige Inhaftierte. Auch für sie gilt: wer Leistung zeigt und seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt, dem bietet das Handwerk beste berufliche Chancen.«

Berthold Schröder, Zimmerermeister und Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages

»Junge Inhaftierte haben eine zweite Chance verdient. …

… Wir haben nicht nur als Handwerkskammer, sondern auch als Gesellschaft die Verantwortung, sie bei ihrem Weg zurück in ein normales Leben zu unterstützen«

Felix Kendziora, Vizepräsident der Handwerkskammer Aachen

»Die berufliche Qualifizierung von jugendlichen Gefangenen …

in der JVA Heinsberg findet auf einem hohen Niveau statt. Sie lernen dort, dass Fachkompetenz, handwerkliches Können, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit wesentliche Erfolgsfaktoren sind. Daher sehe ich auch für ehemalige Inhaftierte, die diese Eigenschaften mitbringen, gute berufliche Perspektiven im Handwerk.«

Marco Herwartz, Elektrotechnikermeister und Präsident der Handwerkskammer Aachen

»Das Übergangsmanagement als gesamtgesellschaftliche Aufgabe …

… möchte ich ressortübergreifend weiter etablieren. Einer von vielen richtigen Ansätzen ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Handwerk im Bereich der Berufsausbildung, die gerade in einem Projekt erprobt wird.«

NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach